#Bildungsbedarfanalyse

#Bildungsbedarfsanalyse


Wozu eine Bildungsbedarfsanalyse & Wie kann sie durchgeführt werden?

Notwendigkeit

Liebe Aus- und Weiterbildungspädagogen ,liebe Berufspädagogen, die Bildungs-bedarfsanalyse ist nicht nur Inhalt Eurer Rahmenpläne ... Nein, sie sollte auch ein fester Bestandteil eurer zukünftigen Arbeit werden. Um Weiterbildungsmaßnahmen ziel- bzw. ergebnisorientiert planen und gestalten zu können, sollte der Ausgangs-punkt für jede Weiterbildungsplanung eine Bedarfsermittlung sein. Eine bedarfs-orientierte Weiterbildung nimmt die aktuellen wie zukünftigen Anforderungen eines Arbeitsplatzes als Ausgangspunkt.

 

Denn wie heißt es so schön:

 

„Wer nicht weiß, wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er woanders ankommt!“

  (Mark Twain)

 

Vorgehensweise

 

Der klassische Ablauf der Bildungsbedarfsanalyse umfasst die folgenden 4 Schritte:

  1. Ermittlung der Anforderungen/ des Anforderungsprofil
  2. Ermittlung der Mitarbeiterqualifikation/ des Fähigkeitsprofil
  3. Ermittlung der Mitarbeiterinteressen
  4. Feststellung des Bildungsbedarf

              = eine konkrete Bildungsplanung kann nun vorgenommen werden.

 

Im 1. Schritt wird mit dem Anforderungsprofil die Anforderung des jeweiligen Arbeitsplatzes (SOLL) ermittelt. Hier können ebenso Stellenbeschreibungen, Analysen der Marktentwick-lung, Potenzialanalysen der Mitarbeiter mit verwendet werden.

 

Im 2. Schritt geht es um die Feststellung des Qualifikationsniveaus des Stelleninhabers (IST). Mitarbeiterbeurteilungen, Fähigkeitsprofile sowie Analysen der Qualifikationsentwick-lung können hier einbezogen werden.

 

Um die Interessen der Mitarbeiter im Schritt 3. zu ermitteln, können Vorgesetzten-befragungen, Mitarbeiterbefragungen, Workshops, Beobachtungen am Arbeitsplatz und Mitarbeitergespräche zur Ermittlung dienen.

 

Im 4. Schritt wird der Abgleich zwischen dem SOLL und dem IST vorgenommen. Das Ergeb-nis diesen Abgleich ist die Ermittlung der Qualifikationslücke und zeigt damit dem Quali-fikationsbedarf an.

 

Eine andere Vorgehensweise bildet die problemorientierte Bildungsbedarfsanalyse. Diese richtet sich an den heutigen und zukünftigen Unternehmenszielen aus. Sind die Mitarbeiter ausreichend qualifiziert diese Ziele zu erfüllen? Welche Qualifikationsmaßnahmen können dazu beitragen, diese Ziele sicherer zu erreichen? Dabei wird der Bildungsbedarf aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet.

 

          1. Unternehmensleitung

               a. Unternehmensziele

               b. Vorhaben mit besonderem Qualifikationsbedarf

 

          2. Personalabteilung

               a. Personalplanung

               b. Nachwuchsförderung

               c. Personalentwicklung

 

          3. Organisationseinheiten

               a. Aktuelle Probleme

               b. Neue Aufgaben und Projekte

               c. Personelle Maßnahmen

 

Das Ergebnis dieser drei Blickwinkel spiegelt den Bildungsbedarf des Unternehmens wieder.

 

Um den konkreten Bildungsbedarf ermitteln zu können, ist es ebenso wichtig, die richtigen Fragen zu stellen. Diese könnten zum Beispiel wie folgt lauten:

  • Wo stehen wir heute?
  • Welche Themen sind für uns derzeit wichtig?
  • Wo liegen die schwerwiegendsten Probleme?
  • Welche Aufgaben erfüllen wir zurzeit?
  • Was verhindert die Umsetzung des Ziels?
  • Was fehlt uns an Unterstützung oder Information?

Um Informationen über Bildungsbedarfe möglichst aktuell und vollständig verfügbar zu haben, werden günstigerweise regelmäßige Erhebungen durchgeführt. Weiter aufschlussreiche Quellen können beispielsweise

  • vereinbarte Ziele
  • neue gesetzliche Bestimmungen
  • Fluktuationsstatistiken
  • Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern
  • Krankmeldungen und Kundenfeedbacks sein.

Für vertiefende Informationen können wir Euch diese Links zum Nachlesen empfehlen:

 

http://www.forschungsnetzwerk.at/downloadpub/Methoden_Bildungsbedarfsanalyse_fuer_Lernfoerderer_schiersmann.pdf

 

http://learn.bbwonline.de/download/filip_toolbox_127.pdf

 

Kennt Ihr noch weitere oder andere Vorgehensweisen, bzw. möchtet Ihr was ergänzen?

 

Dann schreibt eine Mail und teilt gemeinsam mit uns Eure Ideen und Vorschläge ... wir freuen uns und sind gespannt ...

 

 

 

 

 

Ein Bericht von Adina vom Team bp-awp.de

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